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26.08.2008
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Von Luftkühlung bis zu flüssigem Stickstoff

Rechner kühlen: Die besten Methoden für Hitzköpfe

Roland Haberer

Rechner kühlen: Die besten Methoden für Hitzköpfe

Auf der Games Convention gab es nicht nur die neuesten Spiele zu entdecken, sondern auch heiße Casemods, in denen extrem übertaktete Hardware werkelt. Am Asus-Stand konnte man den zwei besten deutschen Overclockern über die Schulter schauen.

Michael Schnetzer und Marc-Oliver Lange hatten nichts anderes im Sinn, als den aktuellen Weltrekord in 3DMark 2003 und 3DMark 2005 zu brechen. Um dies zu erreichen, mussten die Komponenten mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden. Das Schielen auf den Rekord macht diese eher ungewöhnliche Form der Hitzeabfuhr notwendig. Welche anderen Kühlungsarten noch zur Verfügung stehen und ob der Rekordversuch glückte, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Inhalt

  • Luftkühlung
  • Wasserkühlung
  • Kompressor- und Trockeneiskühlung
  • Flüssiger Stickstoff und der Weltrekord auf der Games Convention
  • Weltrekord-Konfiguration
  • Wohin geht die Reise in der Zukunft?

Luftkühlung

Die konventionelle Luftkühlung hat bei High-End-Komponenten unter Umständen bald ausgedient. Eine aktuelle High-End-Grafikkarte vom Schlage einer ATI 4870 X2 verbraucht unter Last in etwa 300 Watt. Dabei entsteht eine enorme Hitzeabstrahlung, der mit traditioneller Luftkühlung nicht leicht beizukommen ist. Nur große Kühlkörper mit schnell drehenden Lüftern erbringen die notwendige Kühlleistung. Wer jemals an einem aktuellen Gaming-Rechner konventioneller Machart ein grafikintensive Spiel wie "Crysis" gezockt hat, wird das Geräusch kennen und hassen, das Lüfter mit hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten erzeugen. Nicht auszudenken, wie die Temperaturen bei einem Crossfire-System mit zwei derart hitzigen Grafikkarten aussehen. Spätestens jetzt sollte man über eine Wasserkühlung nachdenken.

Ähnlich sieht es bei den Prozessoren aus. Ein aktueller Intel QX9770 verbraucht unter Last bis zu 150 Watt. Wird dieser übertaktet, sind schnell Regionen von 200 Watt und mehr erreicht. Ein Boxed-Kühler (in der Verpackung beiliegender Kühler) ist damit bei weitem überfordert. Auch aktuelle High-End-Kühler, wie beispielsweise ein Thermalright IFX-14 mit zwei zusätzlichen Lüftern, kommen an ihre Kapazitätsgrenze, vor allem wenn auch die Lautstärke des Systems eine wichtige Rolle spielt.

Wasserkühlung

Wenn die Luftkühlung aus dem letztem Loch pfeift, wird es Zeit für eine Wasserkühlung. Wasser hat eine sehr viel höhere Wärmeleitfähigkeit als Luft. Dank der sehr modularen Bauweise einer Wasserkühlung ist die Wärmeableitung äußerst effektiv. Eine leistungsfähige Wasserkühlung kommt dennoch nicht ohne aktive Radiatoren aus.

Diese werden mit normalen Gehäuselüftern gekühlt. Ein großer Nachteil sind die hohen Anschaffungskosten. Auch die Wartung fällt intensiver aus. Letztlich kann man sagen, dass der Aufbau einer Wasserkühlung immer mit Bastelarbeit verbunden ist. Wer allerdings glaubt, dass er mit einer Wasserkühlung die CPU-Temperatur auf Kühlschrank-Niveau drosselt, sollte keine Wunder erwarten. Eine Kühlung unter Raumtemperatur ist physikalisch unmöglich.

Abhilfe schafft hier ein Durchlaufkühler. Dieser kann das Wasser unter Raumtemperatur kühlen. Es sind Wassertemperaturen von bis zu vier Grad Celsius möglich. Ein Durchlaufkühler verbraucht allerdings sehr viel Strom und ist von der Lautstärke her mit einem Kühlschrank vergleichbar.


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News Flash, am 20.11.2008 21:22

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